Till in Hongkong
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Montag, 25. August 2003

Letzte Woche in Deutschland und Flug nach Shanghai


Ich sitze gerade im Flugzeug nach Shanghai und hoffe genug schreiben zu können, bevor gleich schon das Essen kommt. Mit Entsetzen musste ich feststellen, als ich diese Datei neu erstellt habe, dass ich das letzte Mal Ende Januar einen Eintrag in mein öffentliches Tagebuch vorgenommen habe. Oops würde ich mal sagen. Naja, egal. Das Interessante liegt ja wohl hoffentlich noch vor mir.

Die letzte Woche war sagen wir mal ereignisreich. Um kurz zusammenzufassen: Projekt(teil-)abgabe von "Office Systeme", Auszug aus Paderborn, Ausräumen in Meschede, Einräumen in Meschede und Packen für ein Jahr China. Leider kam in der letzten Woche die Punkte Webseite und E-Mail-Verteiler nen bisschen kurz. Okay, bisschen Fehlplanung meinerseits, aber wer kann denn ahnen, dass dann alles SO schnell geht.

Häufig die Frage von Nachbarn in Meschede "Bist Du denn gar nicht aufgeregt?". Ich unterstelle an dieser Stelle mal keine Absicht, mich mit Gedanken um "wie wird das sein" und "alles fremd" vollzupumpen, aber selbst wenn es so gewesen sein sollte: Es hat nichts genützt. Ganz einfach war meine ehrliche Antwort darauf immer: "Nö, hab' ich noch gar keine Zeit zu gehabt." So war es auch. Bis zum Abflug.

   

Schön, dass wir am Donnerstag noch ein kleines Familienfoto am Hennesee aufnehmen konnten. Glaube es wer will, aber wir sind alle schon um 8.00 Uhr da gewesen und sind auch geschwommen. Wie sehr das erfrischt und für den Tag vorbereitet habe ich schon fast vergessen. Aber angesichts der leeren Badebucht wissen das wohl auch nur wenige Mescheder.

   

 

 

Am Samstag sind wir nach Hannover gefahren, in das ehemalige Haus meiner Oma, die jetzige Residenz meines Bruders. Auf dem Weg dorthin konnten wir Werner Jungmann besuchen, der in Neheim im Krankenhaus lag.

Zudem habe ich mir noch einen meiner Abschiedswünsche hier erfüllt: Einmal Mantaplatte - Currywurst, Pommes, Majo. Werde ich aller Vorrausicht nach im nächsten halben oder ganzen Jahr nicht mehr kriegen.

   

Für Sonntag abend haben wir einfach alle Verwandten zum Pizzaessen eingeladen. Vielen Dank an dieser Stelle noch mal für das Taschenmesser, das hoffentlich in meinem Koffer irgendwo im Bauch dieses Flugzeugs liegt, und die kleine chinesische Puppe samt Reiseunterstützung. War nen schöner Abend. Ich hoffe, man kann alle auf dem Selbstauslöser-Foto erkennen.

 

Inzwischen neigt sich mein Flug dem Ende. Es sind nur noch 2 Stunden, 30 Minuten wird mir auf dem Monitor angezeigt, 7:30 Uhr Ortszeit, wir dürften inzwischen auf chinesischem Territorium sein, hier ist an Schlafen nicht mehr zu denken, obwohl man sich mitten in der Nacht glaubt. So werde ich dann endgültig in mein "zweites Heimatland" entlassen.

Stolzerweise möchte ich ja noch erwähnen, dass ich noch in Hannover aufm Flughafen eine Chinesin angesprochen habe, die allerdings dann nach Peking geflogen ist. Dabei haben wir ausschließlich Chinesisch gesprochen. Wir haben Adressen ausgetauscht, vielleicht kann sie mir noch was beibringen, in Peking.

 

 




letzte Änderungen 2003-03-28