Till in Hongkong
Deutsch Deutsch
中文 Chinese
English English
Esperanto Esperanto
Startseite -> Tagebuch -> 11. August 2004
Mittwoch, 11. August 2004

Praktikum bei "ketten wulf"


 

Auch wenn das nun wirklich kein gutes Foto von mir ist, möchte ich es hier abbilden. Von März bis August 2004 war ich als Praktikant bei "Hangzhou Wulf Chain Co., Ltd." und habe fast ausschließlich mit chinesischen Kollegen geholfen, das noch junge Werk aufzubauen. Mehr Informationen über die "ketten wulf GmbH" und ihre Standorte gibt es unter dem gut gelungenen Webauftritt der Firma www.ketten-wulf.de.

 

Ein Großteil der in Hangzhou produzierten Ketten finden in der Fahrtreppenindustrie Anwendung. (Anm.: Fahrtreppe heißt im Volksmund oft Rolltreppe) So war es ein Muss direkt nach Ankunft eine der wenigen runden Fahrtreppen auf der Welt am Ende der Nanjing Road in Shanghai zu betrachten. Leider sind die hier eingebauten Ketten nicht von "ketten wulf".

 

Ich möchte mal behaupten, dass man auf solche Ideen nur in Asien kommt - eine Fahrtreppe zur Pagode. Die hier abgebildete Leifeng Pagode in Hangzhou gehört natürlich auch zu den zwingenden Ausflugszielen für jeden, der bei einem Fahrtreppenkettenhersteller arbeitet.
 

Das Werk liegt in Linping (临平), einem Vorort von Hangzhou (杭州). Der Stadtteil hat durch die Zusammenlegung mit Hangzhou viel an Bedeutung gewonnen. Somit ist inzwischen schon viele Straßenzüge modernisiert, wie auch dieses Foto zeigt.

 

Aus deutscher Sicht gibt es vermutlich nur eine Sache, die man aus dem chinesischen Straßenverkehrsystem übernehmenswürdig sieht. Viele Ampeln (sowohl für Fußgänger als auch für Autos) haben eine Anzeige, die einen Countdown zum Wechsel der Ampelphase vollzieht. Das bedeutet natürlich besonders für viele Taxifahrer nicht unbedingt, sich auch daran zu halten. Das hier abgebildete Ampelexemplar steht vor dem modernen Süd-Busbahnhof von Linping, wo man sich als Fußgänger besser auf den Verkehr aus vier Richtungen denn auf die Ampel konzentriert.

 

Mein Vater, seines Zeichens stadtbekannter Hobbyzauberer in Meschede, demonstriert hier eine seiner Aufwärmübungen - den "angeblich-verbogenen-Löffel"-Trick. Dieser Trick gehört in Deutschland eher zum Kindergartenprogramm, aber in China reißt er meinen Mitbewohner Johnson und Reinigungskraft Zheng sichtlich vom Hocker.

 

 




letzte Änderungen 2004-11-21